Wasserwerte: Gemeinde Tiefenbach

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Wasserwerte für Tiefenbach am Federsee

Wasserversorgung

Die Gemeinde Tiefenbach am Federsee bezieht ihr Wasser vom Wasserversorgungszweckverband Ahlenbrunnengruppe.

Trinkwasseruntersuchungen

Das Wasser wird regelmäßig routinemäßig nach der Trinkwasserverordnung untersucht.

  • Bekanntgabe der Wasserhärte nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG) des Wasserversorgungszweckverbands Ahlenbrunnengruppe

für die Gemeinden Tiefenbach am Federsee, Oggelshausen, Attenweiler (Attenweiler, Rupertshofen, Schammach und Gutershofen), Uttenweiler (Uttenweiler, Ahlen, Minderreuti, Offingen, Dentingen und Aderzhofen) sowie Stafflangen (Stafflangen, Hofen, Eichen, Eggelsbach, Streitberg und Maierhof)

Gemäß § 9 Abs. 1 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeit von Wasch- und Reinigungsmitteln vom 05.03.1987 i. d. F. vom 01.02.2007, sind die Wasserversorgungsunternehmen einmal jährlich dazu verpflichtet, dem Verbraucher den Härtebereich des abgegebenen Trinkwassers bekanntzugeben.

Der Wasserversorgungszweckverband Ahlenbrunnengruppe gibt die Wasserhärte nach den letzten Untersuchungen wie folgt bekannt:

  • Gesamthärte: 2,90 mmol/l (entspricht 16,2 °dH)
  • Härtebereich: hart

Die für dieses Wasser zu dosierenden Waschmittelmengen sind auf den Waschmittelverpackungen angegeben. Bei der Einhaltung dieser Mengen kann die Dosierung von Wasch- und Reinigungsmitteln auf ein Mindestmaß reduziert werden. Um den gleichen Reinigungsgrad zu erhalten, wird bei weicherem Wasser weniger und bei härterem Wasser mehr Waschmittel benötigt. Da Wasch- und Reinigungsmittel Phosphate enthalten, die auch bei ordnungsgemäßer Behandlung zu einem erhöhten Nährstoffangebot führen und sich so nachteilig auf die Gewässer auswirken, ist eine genaue Dosierung im Interesse des Umweltschutzes geboten. Um dies zu erreichen, empfehlen wir, die Angaben der Waschmittelhersteller auch tatsächlich einzuhalten.

  • Wasserproben erfüllen die an Trinkwasser gestellten Anforderungen in vollem Umfang

Kürzlich wurden wieder die gesetzlich vorgeschriebene, umfassende Untersuchung nach der Trinkwasserverordnung 2001, Untersuchungen gemäß TrinkwV Parameter Gruppe A (PDF-Datei) und Gruppe B (PDF-Datei) weitere Untersuchungen nach Anlage 1, 2 und 3, Untersuchungen auf Chlorverbindungen und Pflanzenschutzmittel durchgeführt.

Die vorliegenden Untersuchungsberichte des Eurofins Institut Jäger GmbH, Tübingen vom 25.09.2020 ergaben folgende Befunde:

Mit der ermittelten Gesamthärte von 2,9 mmol/l (16,3 °dH) ist das Wasser nach dem "Wasch- und Reinigungsmittelgesetz" vom 05.03.1987 i. d. F. vom 01.02.2007 in den Härtebereich hart, der den Bereich von mehr als 2,5 mmol/l (> 14,0 °dH) abdeckt, einzuordnen. Der überwiegende Anteil der Härte besteht mit 12,0 °dH aus Karbonathärte, so dass die Nichtkarbonathärte und somit der Gehalt an Neutralsalzen eine untergeordnete Rolle spielt, was in korrosions-chemischer Hinsicht von Vorteil ist.

Die Überprüfung der Calciumcarbonat-Sättigung sowie die Berechnungen nach DIN 38 404, Teil 10 ergaben einen Sättigungsindex von + 0,39. In korrosions-chemischer Hinsicht ist das Wasser daher als ungünstig zu beurteilen, da der Schwellenwert von + 0,30, ab dem es in der Regel zu vermehrten Inkrustationen in Wasserleitungsrohren und damit zu lockeren Deckschichten kommen kann, überschritten wird. Hier kann es vor allem bei längeren Stillstandszeiten bzw. im Warmwasserbereich zu Ausfällungen kommen.

Bei der Verwendung von schmelztauchverzinktem Stahl besteht bei dem vorliegenden Wasser eine Korrosionswahrscheinlichkeit. Das Wasser ist calcitabscheidend.

Die Sauerstoffkonzentration liegt mit 9,5 mg/l in einem günstigen Bereich. Sauerstoff verleiht einem Wasser zusammen mit der freien Kohlensäure einen erfrischenden Geschmack.

Mangan und Eisen konnte nicht nachgewiesen werden.

In hygienisch-chemischer Hinsicht ist die Wasserprobe im Rahmen der durchgeführten Untersuchung einwandfrei, da der hierfür unter anderem relevante Parameter Nitrit nicht festgestellt werden konnte.

Auch die weiteren Untersuchungen ergaben keine Auffälligkeiten. So waren weder leichtflüchtige Halogenkohlenwasser-stoffe noch Pflanzenschutzmittel bzw. deren Abbauprodukte nachweisbar. Weiterhin wurde auf Metalle, Cyanid und Fluorid untersucht. Hier einige ausgewählte Werte. Kationen: Calcium 79,4 mg/l, Magnesium 22,4 mg/l, Natrium 6,2 mg/l, Kalium 0,6; Anionen: Hydrogencarbonat 266 mg/l, Chlorid 27,0 mg/l, Sulfat 22 mg/l, Fluorid <0,15 mg/l.

Der Nitratgehalt liegt mit 45,0 mg/l unter dem Grenzwert von 50 mg/l (Trinkwasser-Verordnung vom 21.05.2001). Zudem wird die Summe aus Nitrat (Konzentration geteilt durch 50) und Nitrit (Konzentration geteilt durch 3) von maximal 1 mg/l ebenfalls eingehalten.

Auch alle übrigen im Rahmen der Anlage 1, 2 und 3 Trinkwasser-Verordnung durchgeführten Untersuchungen ergaben keine Beanstandungen.

Zusammenfassend wird aufgrund der vorliegenden Prüfergebnisse festgestellt, dass die Wasserprobe im Rahmen der durchgeführten Untersuchungen die an Trinkwasser gestellten Anforderungen in vollem Umfang erfüllt.

Die detaillierten Untersuchungsberichte können bei Ihrer Gemeindeverwaltung eingesehen werden.

gez. Helmut Müller, Verbandsvorsitzender